Exkursion zur DenkStätte der Weißen Rose

18. Februar 2026

Gewissen – Menschenwürde – Freiheit

Am 29. 10. 2025 haben wir, Schüler und Schülerinnen der 9Ev, eine Exkursion zum Odeonsplatz gemacht, um uns über die NS-Zeit und über einige der Widerstandsgruppen zu informieren. Leider konnte man aufgrund einer Baustelle bei der Feldherrenhalle nicht sonderlich viel erkennen, jedoch konnte unsere Lehrerin mit ausgedruckten Bildern alles gut veranschaulichen.

Von dort aus gingen wir weiter durch die sogenannte „Drückebergergasse“ (Viscardigasse), die von vielen Menschen genutzt worden war, um dem verpflichtenden Hitlergruß an der Feldherrenhalle auszuweichen. Außerdem sahen wir an der Residenz eine Gedenktafel für vier Polizisten, die beim sogenannten Hitlerputsch 1923 ums Leben gekommen waren.

Daraufhin erfuhren wir im Landwirtschaftsministerium, wie die Münchner Freiheit zu ihrem Namen gekommen war. Sie ist nach der „Freiheitsaktion Bayern“ benannt worden, die sich für ein Ende der NS-Diktatur eingesetzt hatte, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Nachdem sie jedoch am 28. 4. 1945 den Rundfunksender Ismaning besetzt und die Bevölkerung zum Widerstand aufgerufen hatte, wurden viele von ihnen verhaftet. Das Landwirtschaftsministerium war in der NS-Zeit das Zentralministerium und drei von ihnen wurden in einem der Höfe umgebracht, bevor die Amerikaner am 30. 4. 1945 in München einmarschierten.

Beeindruckend fanden wir außerdem die Geschichte von Walter Klingenbeck, welcher mit gerade einmal 19 Jahren hingerichtet worden war, u. a. deshalb, weil er 40 Victory-Zeichen an Hauswände in Bogenhausen gemalt hatte. Um an ihn zu erinnern, gibt es heutzutage einen Stolperstein vor der Kirche St. Ludwig, welchen wir uns auch angeschaut haben.

Zuletzt gingen wir zum Geschwister-Scholl-Platz, wo wir eine kurze Pause machten. Anschließend waren wir in der LMU in der DenkStätte der Weißen Rose, wo wir eine Führung von einem Studenten erhielten. Dann besichtigten wir die Stelle, an der Sophie Scholl die Blätter hinuntergestoßen hatte und die Geschwister Scholl verhaftet worden waren. Zuletzt konnten wir uns noch frei an interaktiven Tafeln über die Weiße Rose und ihre Mitglieder informieren.

Wir fanden den Ausflug sehr lehrreich und wissen jetzt mehr über das Thema. Wenn wir das nächste Mal etwas sehen, das uns daran erinnert, werden wir an die mutigen Menschen denken, die damals für ihre Freiheit gekämpft haben.


Bildnachweise:

Drückebergergasse: Von Richard Huber – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41334496

Gedenktafel: Von Henning Schlottmann (User:H-stt) – Eigenes Werk, CC BY 4.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42721051

Walter Klingenbeck: Von DDRRei – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=137817652

Geschwister-Scholl-Platz: Von Amrei-Marie – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51773390

Lichthof: Von Björn Laczay aus Moosburg, Germany – Flickr, CC BY 2.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=397803

Autor: Clara Schneider, Luise Antritter, Polly Kober

© Bilder -

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